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Der `!Griffith-Riss`! ist ein gerader Innenriss, der sich in einer unendlich ausgedehnten `F33f`_`[Scheibe`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Scheibe_(Technische_Mechanik)]`_`f befindet. Der Griffith-Riss stellt das grundlegende Rissmodell in der `F33f`_`[Bruchmechanik`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Bruchmechanik]`_`f dar und wurde nach `F33f`_`[Alan Arnold Griffith`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Alan_Arnold_Griffith]`_`f benannt. Mit Hilfe dieses Rissmodells hat Griffith grundlegende theoretische Analysen zum Riss und der Rissausbreitung durchgeführt. Der Griffith-Riss findet vor allem in theoretischen Betrachtungen in der `F33f`_`[linear-elastischen Bruchmechanik`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Linear-elastische_Bruchmechanik]`_`f Anwendung.

>>Contents

• `F0af`_`[Lastfälle`#lastf-lle]`_`f
• `F0af`_`[Scheibe unter Zugbeanspruchung`#scheibe-unter-zugbeanspruchung]`_`f
• `F0af`_`[Scheibe unter Schubbeanspruchung`#scheibe-unter-schubbeanspruchung]`_`f
• `F0af`_`[Bedeutung`#bedeutung]`_`f
• `F0af`_`[Siehe auch`#siehe-auch]`_`f
• `F0af`_`[Literatur`#literatur]`_`f
• `F0af`_`[Weblinks`#weblinks]`_`f

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>>Lastfälle

>>>Scheibe unter Zugbeanspruchung

Für einen Riss der Länge 2a in einer Scheibe unter der Zugspannung σ σ ∞ ∞ {\\displaystyle \\sigma _{\\infty }} (Spannung senkrecht zur Rissebene) bestimmte Griffith die Energiefreisetzungrate

G = 2 π π σ σ ∞ ∞ 2 a E ′ = 4 γ γ {\\displaystyle G={\\frac {2\\pi \\sigma _{\\infty }^{2}a}{E'}}=4\\gamma }

mit E ′ = { E : ebener Spannungszustand (ESZ) E ( 1 − − ν ν ) 2 : ebener Verzerrungszustand (EVZ). {\\displaystyle E'=\\left\\{{\\begin{array}{ll}E&{\\text{: ebener Spannungszustand (ESZ)}}\\\\\\displaystyle {\\frac {E}{(1-\\nu )^{2}}}&{\\text{: ebener Verzerrungszustand (EVZ).}}\\end{array}}\\right.}

Hierbei ist:

• E {\\displaystyle E} der Elastizitätsmodul
• ν ν {\\displaystyle \\nu } die Querkontraktionszahl
• γ γ {\\displaystyle \\gamma } die spezifische Oberflächenenergie

Der `F33f`_`[Spannungsintensitätsfaktor`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Spannungsintensitätsfaktor]`_`f für den Rissöffnungsmodus I berechnet sich zu

K I = σ σ ∞ ∞ ⋅ ⋅ π π ⋅ ⋅ a {\\displaystyle K_{\\mathrm {I} }=\\sigma _{\\infty }\\cdot {\\sqrt {\\pi \\cdot a}}} .

>>>Scheibe unter Schubbeanspruchung

Der Spannungsintensitätsfaktor für den Rissöffnungsmodus II unter der Schubbeanspruchung τ τ ∞ ∞ {\\displaystyle \\tau _{\\infty }} berechnet sich zu

K I I = τ τ ∞ ∞ ⋅ ⋅ π π ⋅ ⋅ a {\\displaystyle K_{\\mathrm {II} }=\\tau _{\\infty }\\cdot {\\sqrt {\\pi \\cdot a}}} .

>>Bedeutung

Vergleicht man die obigen K-Faktoren für den Modus I und II mit der allgemeinen Gleichung für den `F33f`_`[Spannungsintensitätsfaktor`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Spannungsintensitätsfaktor]`_`f für Risse in Bauteilen

{ K I K I I } = { σ σ τ τ } ⋅ ⋅ π π ⋅ ⋅ a ⋅ ⋅ { Y I Y I I } {\\displaystyle \\left\\{{\\begin{matrix}K_{\\mathrm {I} }\\\\K_{\\mathrm {II} }\\end{matrix}}\\right\\}=\\left\\{{\\begin{matrix}\\sigma \\\\\\tau \\end{matrix}}\\right\\}\\cdot {\\sqrt {\\pi \\cdot a}}\\cdot \\left\\{{\\begin{matrix}Y_{\\mathrm {I} }\\\\Y_{\\mathrm {II} }\\end{matrix}}\\right\\}} ,

so erkennt man, dass für den Griffith-Riss die Geometriefaktoren Y I = 1 {\\displaystyle Y_{\\mathrm {I} }=1} und Y I I = 1 {\\displaystyle Y_{\\mathrm {II} }=1} sind. Somit lassen sich die Spannungsintensitätsfaktoren K I {\\displaystyle K_{\\mathrm {I} }} und K I I {\\displaystyle K_{\\mathrm {II} }} für Risse in beliebigen Bauteilen auf die Spannungsintensitätsfaktoren des Griffith-Risses normieren.

>>Siehe auch

• `F33f`_`[Airysche Spannungsfunktion#Der Griffith Riss`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Airysche_Spannungsfunktion]`_`f: Spannungsfeld um den Riss in der linearen ebenen Elastostatik.

>>Literatur

• T. L. Anderson: `*Fracture Mechanics; Fundamentals and Applications`*. CRC Press, Boca Raton 2004, ISBN 0-8493-1656-1.
• D. Gross, Th. Seelig: `*Bruchmechanik mit einer Einführung in die Mikromechanik.`* 5. Auflage. Springer, Berlin 2011, ISBN 978-3-642-10196-0.
• M. Kuna: `*Numerische Beanspruchungsanalyse von Rissen – Finite Elemente in der Bruchmechanik.`* 2. Auflage. Vieweg+Teubner, 2010, ISBN 978-3-8348-1006-9.

>>Weblinks

• Riss, Bruch und Ermüdung (abgerufen am 13. September 2018, Original nicht mehr online)
• Grundlagen der Bruchmechanik (abgerufen am 13. September 2018)
• Wege und Ziele der Konzepte in der Bruchmechanik (abgerufen am 13. September 2018)
• Plastizität und Bruchmechanik (abgerufen am 13. September 2018)
• Zur Anwendung bruchmechanischer Konzepte für die Modellierung der rissüberbrückenden Wirkung von Rovings (abgerufen am 13. September 2018)

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